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Ein Mann steht vor einem großen Bildschirm und hält einen Vortrag. Vor ihm sitzt ein Publikum in mehreren Reihen.

Fotokultur

Flamingo, Bär & Co.: Wildlife-Fotografie mit Aaron Moser

Ob auf Safari oder im Garten: Mit den Tipps vom Profi-Fotografen gelingen Ihnen eindrucksvolle Tierfotos.

Von Sonja Korte

Aaron Mosers Vortrag „Wildlife-Fotografie“ fand im Rahmen des Umweltfotofestivals »horizonte zingst« 2026 in Kooperation mit CEWE statt. Interessierte jeder Erfahrungsstufe kamen im [CEWE Truck][cp-misc:tour] zusammen und der Fotograf, Kameramann und CEWE Markenbotschafter freute sich über die vielen Anwesenden. „Fotografie ist immer Austausch“, stellte Aaron gleich zu Beginn fest und regte dazu an, sich mit Fragen und eigenen Erfahrungen einzubringen.

Ein Mann hält einen Vortrag. Neben ihm auf einem Bildschirm ist ein Foto von zwei Männern auf Safari zu sehen. Eine Aufnahme aus der Vogelperspektive zeigt einen Raum mit Menschen, die einem Vortrag zuhören. Ein Mann im Publikum fotografiert einen anderen Mann, der einen Vortrag hält.

5 Leitsätze für die Wildlife-Fotografie

1. Gute Fotografie beginnt im Kopf: Für Aaron sind gute Fotos auch immer das Ergebnis guter Planung. Wichtig ist, sich vorher zu überlegen, wie genau ein Motiv aussehen soll. Nur dann kann man zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Beim Fotografieren von wildlebenden Tieren bedeutet das auch, ihre Gewohnheiten, wie regelmäßige Wege, zu studieren und geduldig zu sein.

2. Vordergrund macht Bild gesund: Die vielen vermutlich schon bekannte Regel gilt auch in der Tierfotografie. Aaron erklärt, wie Steine, Gräser oder Zweige im Vordergrund den Fotos mehr Tiefe verleihen und den Blick der Betrachtenden lenken.

Ein Mann deutet auf einen Bildschirm. Darauf ist ein Foto von einem Adler im Flug zu sehen.
Mit zahlreichen Beispielen veranschaulicht Aaron seine Tipps.

3. In der Tierfotografie gibt es kein Richtig oder Falsch: Wer sagt, dass die unscharfen Flügel eines Greifvogels im Flug die Aufnahme unbrauchbar machen? Für Aaron ist es immer auch eine Frage dessen, was man mit dem Bild ausdrücken möchte. In diesem Fall bringt die Unschärfe Aktivität zum Ausdruck.

4. Das Bild ist mehr als nur ein Tier: Natürlich ist es verlockend, möglichst nah an das Tier heranzurücken. Doch erst, wenn auch der Lebensraum zu erkennen ist, kann man Proportionen ins Verhältnis setzen. So erhält das Foto seine volle Wirkung.

5. Fotografie heißt, Blicke zu lenken: Der Bildaufbau beeinflusst den Blick der Betrachtenden. Dies spielt zusammen mit Aarons erstem Tipp: Es gilt, sich vorab zu überlegen, wohin man die Blicke lenken möchte, was das zentrale Motiv sein soll. Entsprechend wird der Bildaufbau geplant.

Wildlife-Fotos von Aaron Moser

Ein Schwarm Flamingos fliegt über einem See hoch. Ein Zebra in Nahaufnahme. Ein Salamander sitzt auf einem Stein in einem Bach. Ein Bär knabbert an einem Kanu. Im Vordergrund ist ein Felsen. Ein von der Sonne angestrahltes Rentier watet durch einen Fluss.

Von Sucher bis Autofokus: Praktische Tipps

Allen Neulingen auf dem Gebiet der Wildlife-Fotografie und für alle, die nicht gleich in Afrika auf Safari gehen möchten, schlägt Aaron vor, sich an der Vogelfotografie auszuprobieren. Mithilfe des Autofokus können hier wirkungsvolle Bilder entstehen. Wichtig ist dafür, dass der Vogel vor einem ruhigen Hintergrund eingefangen wird.

Ein Mann steht vor einem Bildschirm. Darauf ist das Foto von einem Adler im Flug in verschneiter Landschaft zu sehen.
Bei ruhigem Hintergrund gelingen mit dem Autofokus gute Ergebnisse.

Grundsätzlich empfiehlt Aaron, wo immer möglich den Sucher zu benutzen. Nur so kann auf sich verändernde Lichtverhältnisse reagiert werden. Denn wo sich das menschliche Auge (und oft auch das Kameradisplay) schnell auf den Wechsel von Schatten und Licht einstellt, ist für die optimale Aufnahme oft ein Nachjustieren der Kameraeinstellungen nötig.

Zahlreiche beeindruckende Fotos, humorvolle Anekdoten von seinen Reisen und ein großer Erfahrungsschatz: Aarons Vortrag im CEWE Truck sprühte vor Leidenschaft für die Wildlife-Fotografie. Nicht zuletzt deswegen weist er auch immer wieder auf das richtige Verhalten hin: mit Respekt und Achtung gegenüber den Tieren und der Natur zu reisen und zu fotografieren.

Eine Frau und ein Mann unterhalten sich angeregt. Zwei Männer diskutieren über ein aufgeschlagenes Fotobuch. Sie lachen. Ein Mann notiert Informationen zum Kamerazubehör eines anderen Mannes. Zwei Männer betrachten interessiert ein aufgeschlagenes Fotobuch.

Im Anschluss an den Vortrag nahm Aaron sich Zeit, individuelle Fragen der Anwesenden zu beantworten. Er gab Tipps zu technischer Ausstattung und zur CEWE FOTOBUCH Gestaltung mit Wildlife-Motiven. Ein Thema, das er zwei Tage später in seinem Vortrag [„Geschichten erzählen, CEWE FOTOBUCH gestalten“][folgt] weiter vertieft hat.

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